Landesligaeinzug um Haaresbreite verpasst

Handball kann manchmal so grausam sein! Das musste nun auch unsere weibliche C-Jugend erfahren.

In der Qualifikation für die Landesliga wurden wir in eine Gruppe mit der SG Horan, der JSG Heidelberg und dem TSV Birkenau gesetzt. Außer Birkenau, die letzte Saison in der Meisterrunde nur knapp an der Bezirksligameisterschaft gescheitert waren, konnte man die Gegner im Vorfeld nur schwer einschätzen.

Aufgrund der Tatsache, dass wegen der Coronapandemie in den letzten 2 Jahren keine Qualifikationen ausgetragen wurden, war es für einige Spielerinnen die allererste Qualifikation, weshalb die Trainer auch im Vorfeld nochmal auf die Wichtigkeit hinwiesen.

Im ersten Spiel in der Rheinfrankenhalle in Altlußheim besiegte die JSG Heidelberg die SG Horan mit 4:18, dabei zeigten beide Mannschaften in einem trägen Spiel leider keine besonders gute Leistung, weshalb man weiterhin nur schwer die richtigen Stärken einschätzen konnte.

Danach durften unsere Mädchen ran. Da wir letzte Saison gerne mal die ersten 10 bis 15 Minuten der Spiele verschlafen haben, haben die Trainer bereits vor der Quali klargemacht, dass man im ersten Spiel direkt da sein muss, da in der Quali nun einmal nur das Ergebnis zählt.

Direkt mit dem ersten Angriff konnten wir in Führung gehen. Leider wurde Birkenau wie erwartet zu einem schweren Gegner. Den Bewegungsablauf jedes unserer Spielzüge hatte die Birkenauer Abwehr sofort durchschaut. Dafür konnte unsere starke Abwehr deren Angriffe gut verteidigen und wenn sie doch mal eine Lücke fanden, konnte unsere starke Laura im Tor oftmals noch die Bälle abwehren. Leider konnten wir nie mehr als ein Tor Unterschied rausholen. Kurz vor Schluss haben wir nochmals die Chance gehabt, dass Spiel zu entscheiden, der Spielzug wurde aber viel zu ungenau gespielt, weshalb man Birkenau nochmals die Chance gab auszugleichen. Bei diesem Angriff stand man auch gerne Spalier und musste so 3 Sekunden vor Ende das 7:7 hinnehmen.

Am Ziel den Landesligaeinzug mit 2 Siegen zu erreichen hat sich nach diesem Unentschieden erstmal nichts geändert.

Im 3. Spiel des Tages setzte sich dann Birkenau mit 11:4 gegen Horan durch. Dadurch wurde auch klar, dass Horan in dieser Gruppe vermutlich der leichteste Gegner ist.

Nun ging es gegen die JSG Heidelberg. Hier will ich gar nicht lange um den heißen Brei herumreden. Ein 7:1 Rückstand nach nicht einmal 7 Minuten sagt eigentlich alles. Wir haben die Anfangsphase verschlafen! Nach einer Auszeit wurde es dann ein wenig besser. Immerhin konnten wir nun wieder mitspielen. Aber gerade diese Hypothek aus der Anfangsphase konnte einfach nicht mehr aufgeholt werden. So wollte man wenigstens die Tordifferenz ein wenig verkürzen, da diese am Ende ja entscheidend sein kann. In der letzten Spielminute sin wir aber schon wieder eingeschlafen und haben nochmals 3 Gegentore erhalten. So musste man sich 18:10 geschlagen geben und den Heidelbergerinnen damit zum Einzug in die Landesliga gratulieren.

Nun war klar, dass man das letzte Spiel gegen Horan unbedingt sehr hoch gewinnen musste um wenigstens noch eine theoretische Chance auf die Landesliga zu haben.

Gegen Horan wurde es dann das erwartet leichte Spiel. Leider ließ man sich zu vielen leichtsinnigen Fehlern hinreißen und machte extreme Anfängerfehler. Aber auch in diesem Spiel konnte man sich bei den freien Würfen auch auf unsere Torfrau – in diesem Fall die D-Jugend Spielerin Kiara – verlassen. Durch unsere Fehler taten wir uns aber schwer die Tordifferenz großartig auszubessern. Man ließ Horan zwar keine Chance, konnte das Spiel aber nur mit 12:3 gewinnen. Es war schnell klar, dass das eventuell zu wenig sein könnte.

Nun begann das Rechnen. Wir mussten ja für ein eventuelles 7-Meter Werfen noch in der Halle bleiben. Die Rechnungen ergaben, dass wenn Heidelberg Birkenau mit über 6 Toren besiegt, wir in der Landesliga sind, bei einem 11:17 ginge es in ein 7-Meter Werfen, bei einer Niederlage mit max. 6 Toren Differenz ist Birkenau in der Landesliga ebenso, wenn sie bei 6 Toren Differenz mind. 12 Tore erzielt hätten, genauso, wenn Birkenau mind. 1 Punkt holt. Klingt kompliziert? War es auch! Klar war, wir müssen Heidelberg unterstützen!

Auf der Tribüne haben wir alles gegeben und die Heidelberger unterstützt. Alle in der Halle, die die Rechnungen nicht kannten waren verwirrt, warum wir die Heidelberger nach der hohen Niederlage so lautstark anfeuerten. Birkenau konnte die Niederlage gegen Heidelberg zwar nicht abwenden, verlor aber nur mit 5:10. Somit hatte Birkenau bei der entscheidenden Tordifferenz ein +2 und wir nur ein +1 stehen, womit uns ein einziges Tor gefehlt hat um den Landesliga Einzug zu feiern!

So bitter dieses Gesamtergebnis aktuell ist, werden wir nun im Spätsommer in der Bezirksliga 1 antreten. Hier will man dann aber auch, über unseren starken Teamzusammenhalt und der Stärke, ein Wörtchen um die Meisterschaft mitreden.

Es spielten: Laura Creter, Kiara Vetter (beide Tor), Sophia Thome, Anna Maria Röderer, Marlene Springer, Zoe Östringer, Meike Antritter, Lina Steger, Johanna Leppert, Lara Braungardt, Emilia Göckel und Ayline Greulich

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